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Malteser Lohr

Pavel aus St. Petersburg lernt das deutsche Gesundheitssystem kennen – und Malteser-Freundschaft

20.09.2019
Heike Fleischmann freut sich, dass der russische Arzt Pavel Eliseev mit Lukas Hilpert den Malteser Menüservice kennenlernen konnte.
In St. Petersburg arbeiten Dr. Andreas und Heike Fleischmann in dem Obdachlosenprojekt der Malteser mit.

Würzburg/St. Petersburg. Als Dr. Andreas Fleischmann und seine Frau Heike im Mai nach St. Petersburg aufbrechen, um die wunderschöne Stadt an der Newa kennenzulernen, wussten sie noch nicht, was sie an tiefgreifenden Erfahrungen machen würden. Denn die beiden überzeugten ehrenamtlichen Malteser – er ist Diözesanarzt, sie stellvertretende Stadtbeauftragte der Malteser Würzburg – wollten nicht nur die Glanzseite der Metropole sehen sondern auch die Hinterhöfe und Seitenstraßen, wo sich die Malteser St. Petersburg seit 1992 für die Ärmsten der Stadt einsetzen. „Es war zum Teil ein Wechselbad der Gefühle“, erzählt Diözesanarzt Fleischmann. „An einem Tag besuchten wir die goldenen Paläste der Zaren, am nächsten Tag die Malteser Obdachlosenunterkunft und halfen mit bei der medizinischen Versorgung dieser Menschen, um die sich sonst niemand kümmert außer die Malteser.“ Und dabei lernten sie Pavel Eliseev kennen. Der junge Arzt engagiert sich ehrenamtlich für die Obdachlosen, versorgt deren abgefrorenen Gliedmaßen, nicht heilenden Wunden, offenen Verletzungen und andere Erkrankungen. „Die Malteser dort leisten großartige Arbeit, ich war ganz begeistert“, resümiert Andreas Fleischmann. Deshalb haben die Fleischmanns Pavel eingeladen, nach Deutschland zu kommen und sich das hiesige Gesundheitssystem und Obdachlosenarbeit anzuschauen. Für die vier Wochen seines Aufenthaltes organisierten sie verschiedene Stationen für den 24-Jährigen, der glücklicherweise sehr gut deutsch spricht und sich daher gut verständigen konnte. So erlebte Pavel Eliseev Klinikalltag in der Klinik Main-Spessart in Lohr, Obdachlosenarbeit in München und in der Bahnhofsmission in Würzburg sowie soziale Dienste wie den Menüservice und den Hausnotrufdienst der Malteser. Überall war er höchstinteressiert dabei, saugte die Informationen auf, lernte wie soziale Arbeit in Deutschland funktioniert. „Es ist ganz anders als bei uns in St. Petersburg“, sagt Eliseev. „Ich bin beeindruckt, wie man sich hier um alte, kranke, arme und ausgegrenzte Menschen kümmert!“ Neben den vielen Erlebnissen und Begegnungen nimmt er noch etwas mit in seine russische Heimat: Malteser-Freundschaft, die über Ländergrenzen hinweg Bestand hat.

 

Die Malteserarbeit in St. Petersburg ist zum großen Teil durch Spenden aus Deutschland finanziert, hauptsächlich aus der Diözese Würzburg. Die Malteser sind auf weitere Unterstützung angewiesen:

Spendenkonto:

Malteser Hilfsdienst e.V.

Pax Bank eG

IBAN: DE27 3706 0120 1201 222 016

Stichwort: St. Petersburg

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